Rückblick: Texprocess und Techtextil 2026 in Frankfurt – Maschinen, Austausch und neue Perspektiven

Ein Rückblick auf unseren Besuch bei Texprocess und Techtextil 2026 in Frankfurt: internationale Aussteller, spannende Gespräche und neue Impulse für die Textilbranche.

Max Heimsath
Rückblick: Texprocess und Techtextil 2026 in Frankfurt – Maschinen, Austausch und neue Perspektiven

Rückblick: Texprocess und Techtextil 2026 in Frankfurt

Vom 21. bis 24. April 2026 finden in Frankfurt wieder die Texprocess und die Techtextil parallel statt. Die beiden Messen gehören zu den wichtigsten internationalen Treffpunkten für textile Verarbeitung, Materialien und neue Technologien. Eintrittskarten galten für beide Veranstaltungen, was den Besuch besonders spannend machte, weil sich so sehr unterschiedliche Perspektiven an einem Ort verbinden ließen.

Für uns war der Besuch deshalb besonders interessant: Auf der Texprocess waren viele Anbieter aus dem Bereich Maschinen, Verarbeitung und Sticktechnik vertreten, während die Techtextil mit ihren Hightech-Textilien und Innovationsprojekten noch einmal eine andere Richtung eröffnete. Dort war unter anderem auch die Hochschule Reutlingen mit dem Accelerator Stoff im Kopf vertreten, an dem wir teilnehmen. Stoff im Kopf ist Deutschlands einziger Textil-Accelerator und begleitet Start-ups aus dem deutschsprachigen Raum mit einem mehrmonatigen Programm.


Zwei Messen, viele Perspektiven

Was den Besuch in Frankfurt besonders gemacht hat, war genau diese Kombination aus beiden Formaten.

Die Texprocess versteht sich als Plattform für Technologien zur textilen Verarbeitung und stellt Themen wie Präzision, Automatisierung, Digitalisierung und KI in den Mittelpunkt. Parallel dazu bringt die Techtextil die ganze Bandbreite technischer Textilien und materialbezogener Innovationen zusammen. Zusammen kamen 2026 laut Messe Frankfurt mehr als 1.700 Aussteller, davon rund 200 auf der Texprocess und mehr als 1.500 auf der Techtextil.


Zwischen großen Ständen und vielen Gesprächen

Auch wenn die allgemeine Stimmung auf der Messe aus unserer Sicht eher verhalten wirkte, war es für mich trotzdem beeindruckend zu sehen, mit welcher Größe und Professionalität viele Unternehmen dort aufgetreten sind.

Gerade bei internationalen Maschinenherstellern wurde sichtbar, welche Dimension diese Branche haben kann. Große Stände, viele Ansprechpartner vor Ort und ein sehr professioneller Auftritt haben noch einmal deutlich gemacht, wie international und breit aufgestellt der Markt ist.

Für uns waren aber wie so oft nicht nur die Stände selbst spannend, sondern vor allem die Gespräche.


Austausch rund um Maschinen, Garne und Möglichkeiten

Auf der Messe konnten wir viele interessante Kontakte knüpfen und bestehende Verbindungen vertiefen.

Besonders gefreut hat uns, dass wir über Torsten Preiss von Contors vor Ort sichtbar sein konnten und Flyer auslegen durften. Solche kleinen Gesten sind für uns sehr wertvoll, sie zeigen, dass sich in der Branche langsam ein Netzwerk aufbaut.

Daneben gab es für uns interessante Gespräche mit Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Stick- und Textilwelt, darunter Maschinenhersteller, Softwareanbieter und Garnmarken. Solche Gespräche sind für uns vor allem deshalb wertvoll, weil wir dadurch besser verstehen, wie unterschiedlich die Perspektiven in der Branche sind und an welchen Stellen sich in Zukunft sinnvolle Kooperationen ergeben könnten.

Ein besonders schöner Teil des Messebesuchs war außerdem ein Workshop, der im Umfeld der Startup-Initiative von textil+mode stattfand. Der Gesamtverband beschreibt mit Tex Started ein branchenspezifisches Netzwerk, das innovative Gründungen unterstützt und Kooperationen mit etablierten Unternehmen fördern soll.


Eine Möglichkeit für ausgiebige Gespräche

Eine kleine Anekdote am Rande: Ich war morgens etwas zu früh am Messegelände, bin ziemlich selbstbewusst einfach schon durch den Eingang gelaufen und stand dadurch etwa eine Stunde vor offizieller Öffnung bereits in den Hallen. Das hatte den unerwarteten Vorteil, dass ich einige erste Gespräche in einer erstaunlich ruhigen Atmosphäre führen konnte, ganz ohne das übliche Messegewusel.


Innovationen auch im Haushaltsbereich

Völlig neu für uns war eine von Fortever präsentierte Einnadel-Maschine mit Kappenrahmen. Für uns war das das erste Mal, dass wir eine Maschine im Haushaltsbereich sehen konnten, die mit einem Kappenrahmen ausgestattet ist. Das hat uns sehr beeindruckt, weil es zeigt, dass auch im Bereich der Haushaltsmaschinen immer mehr Möglichkeiten entstehen, die bisher eher im professionellen Bereich zu finden waren.

Einnadel-Maschine mit Kappenrahmen von Fortever
Die Einnadel-Maschine mit Kappenrahmen von Fortever

Unser Fazit

Die Texprocess und Techtextil 2026 waren für uns ein sehr lohnender Besuch.

Besonders mitgenommen haben wir:

  • die Kombination aus zwei Messen mit sehr unterschiedlichen Schwerpunkten
  • viele Gespräche mit Akteuren aus Maschinen-, Software- und Textilwelt
  • neue Impulse durch den Austausch im Startup- und Branchenumfeld
  • und das Gefühl, dass persönliche Begegnungen gerade in dieser Branche unglaublich viel wert sind

Frankfurt hat uns einmal mehr gezeigt, wie vielfältig die Textilbranche ist und wie viele spannende Verbindungen zwischen Technologie, Material, Verarbeitung und Digitalisierung entstehen können.

Wir nehmen viele Eindrücke mit und sind gespannt, welche Gespräche aus diesem Messebesuch in den nächsten Wochen noch weitergeführt werden.

Tags: Texprocess Techtextil Frankfurt Textilbranche Maschinenstickerei Innovation Community